Hölzerne Penisse und Schokolade

Hallo zusammen 🙂

20170315_111150Heute gibt es viele viele Bilder. Wir waren ein weiteres Mal in Nagoya, um dem Hōnen-Matsuri Fest beizuwohnen. Heute war es dann wirklich und ich muss sagen, dass sich der Aufwand definitiv bezahlt gemacht hat. Es ging sehr früh morgens los, sodass wir Beide auf der Fahrt die Augen zugemacht haben.

Am Ort angekommen waren bereits auf den zwei Bahnsteigen Ordner beschäftigt, die die ausgestiegenen Menschen angewiesen haben. Wir kannten den Weg zwar bereits, sind aber der breiten Masse gefolgt. Mit Sonntag konnte man den heutigen Tag gar nicht mehr vergleichen. Die Verkäufer dort haben das Geschäft ihres Lebens gemacht. Es war von Vorteil, dass wir so früh dort waren, denn gegen die Mittagszeit wurde es brechend voll. So hatten wir genug Zeit, um uns all die festlichen Stände anzusehen.

Wahrscheinlich wie jeder andere, haben natürlich auch wir Bilder von essbaren Penissen gemacht! Das Genital gab es in allen möglichen Variationen, allerdings waren nicht alle davon genießbar (Holz soll nicht so gut schmecken).

20170315_114952Neben diesen überaus leckeren Happen, gab es auch allerlei andere Köstlichkeiten – wie zum Beispiel diesen Tintenfischarm. Ich habe ich einfach mal gewagt, doch leider schien der nicht ganz durch gewesen zu sein. Innendrin war eine Sehne, die ich einfach nicht zerkauen konnte. Durch Beobachtung Anderer konnten wir aber feststellen, dass diese Sehne durchaus mitgegessen wird. Schade, denn es schmeckte an sich echt gut.

Als wir das erste mal bei dem Schrein waren war uns gar nicht aufgefallen, dass es dort eine große Penisglocke gibt. Zudem befindet sich im Schrein ein großer, hölzerner Penis, der angebetet wird. Sehr skurril, zumindest aus unserer Sicht.

Neben dem Schrein befand sich noch eine „Statue“ aus Stein. Mit einer kleinen Geldspende durfte man diesen Berühren, aber das war uns dann doch irgendwie zu doof. Man muss ja nicht jeden Scheiß mitmachen 😉

Bald begannen die Vorbereitungen für das Highlight des Festes: Die Beförderung des großen Phallus von einem Schrein zum anderen. Die Männer in weiß waren die Glücklichen, die ihn auf den Schultern tragen durften.

Ich weiß nicht, ob es eine besondere Ehre für die Beteiligten war, aber sie wurden von allen Leuten eine ganze Weile lang abgelichtet. Wir haben uns irgendwann ein Plätzchen gesucht, von welchem aus wir die Prozedur gut beobachten konnten. Leider mussten wir den Platz mehrmals wechseln, weil sich einfach irgendwelche Leute vor uns gestellt hatten (die Großen müssen halt nach vorne). Letzten Endes hatten wir aber einen sehr tollen und freien Blick auf das Geschehen. Einziges Manko: Wir mussten gegen die Sonne fotografieren.

Von den wichtigsten Szenen habe ich Videos gemacht, aber leider kann ich die hier nicht hochladen. Allerdings denke ich, dass Bilder an dieser Stelle vollkommen ausreichend sind und alles zeigen, was gezeigt werden muss. Der Zug selbst bestand aus mehreren Gruppen, ähnlich wie beim Karneval. Die Hauptattraktion war natürlich der getragene Penis, der die meiste Aufmerksamkeit erlangte.

Nachdem der Zug bei uns vorbei war, sind wir noch mal auf das Festgelände gegangen – dort war es dementsprechend leerer. Da wir allerdings noch die Fahrt zurück nach Shinjuku vor uns hatten, machten wir uns bald auf den Rückweg. Das traditionelle Reiskuchenwerfen haben wir uns somit geschenkt (die Masse wird mit Mochis überschüttet).

Alles in allem war es wirklich ein sehr schöner Tag und ich bin froh, dass wir den Weg noch mal auf uns genommen haben. Es ist eine neue Erfahrung, allerdings gibt es auch Punkte, die weniger erfreulich waren. Zum einen die vielen Menschen – es war zwischendurch wirklich schwer, sich in einem angemessenen Tempo fortzubewegen. Zum anderen hatte man das Gefühl, dass mindestens die Hälfte der dortigen Leute Ausländer waren, die sich teilweise leider einfach nur daneben benahmen und ein schlechtes Bild nach außen prägten. Aber zumindest uns begegnete man freundlich und wir trafen sogar einen Japaner, der ein paar Wörter deutsch konnte.

Morgen werden wir uns wieder in der Region um Shinjuku aufhalten.

Man liest sich ^^/)

Juliane

2 Kommentare zu “Hölzerne Penisse und Schokolade

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