Rikschafahren in Asakusa

Hallo zusammen!

Wir waren heute als erstes noch mal in Asakusa und am Tempel, wo es zum Glück nicht so voll war, wie beim letzten Mal. Das Wetter war wieder toll und wir haben das eine oder andere Souvenir gekauft. 20150511_120008Ich dachte das letzte Mal, dass man in den Tempel hineingehen könnte – aber dem war nicht so. Man konnte dort lediglich Bilder von dem „Innenraum“ machen, was aber trotzdem schön anzusehen war. Von den Tempeln in Kyoto kannte ich es bisher nur so, dass man 20150511_120956dort auch Eintritt bezahlen muss 20150511_120908– weswegen ich etwas irritiert war. Nachdem ich ein paar Bilder gemacht habe, haben wir eine Art Garten besucht, der direkt neben dem Tempel ist. Es ist eine kleine Idylle mit einem kleinen Wasserfall und zwei Flussläufen. Nachdem wir dort etwas herumgelaufen und noch mal durch die Einkaufspassagen gegangen sind, wollten wir die Post aufsuchen. Ich brauchte noch ein paar Briefmarken und so sind wir in eine Richtung gelaufen, in der wir das letzte Mal nicht waren. Hier standen überall Rikschafahrer, wo wir aber eilig vorbei sind. Sobald man stehen bleibt oder etwas länger hinsieht, wird man von ihnen angequatscht… Als wir gerade beim letzten angekommen waren, wurde meine Freundin auf einmal langsamer und meinte, ich solle mir den Fahrer ansehen. Er stand dort und hat witzige Grimassen gezogen und uns zu sich gelockt. Wir waren sehr skeptisch und haben uns angehört, was er zu sagen hatte. Natürlich hat er gefragt, ob wir fahren wollen – was wir aber verneint haben. Wir sagten, dass wir die Post suchen würden und er hat uns netter Weise die Richtung gezeigt. Dann meinte er noch, dass wir bei einer Fahrt eine kleine „Rundreise“ machen und an der Post abgesetzt werden könnten. Da wir beide schon öfters daran gesacht haben, sind wir ins Grübeln gekommen – aber der Preis hat uns etwas abgeschreckt. Für 15 Minuten 4.000 Yen für zwei Personen – das sind umgerechnet ca. 30€. Je länger man fahren wollte, desto mehr musste man natürlich bezahlen – und das war nicht gerade wenig. Nach einer kurzen Beratungsphase haben wir abgelehnt und gesagt, dass wir es uns überlegen werden. Der nette Herr meinte dann noch, dass er auf uns warten würde und wir sind über die Straße gegangen. Währenddessen habe ich mich weiter mit meiner Freundin darüber unterhalten und wir sind dann doch zum Entschluss gekommen, dass einfach mal zu machen. Wir sind dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite zurück zur anderen Ampel, um danach noch mal an allen Rikschafahrern vorbei zu gehen. Dabei ist mir ein Angebot aufgefallen, was um 1.000 Yen günstiger war und ich habe meine Freundin darauf aufmerksam gemacht. Dem Fahrer ist das natürlich nicht entgangen und er hat uns zu sich gewunken, um uns nähere Informationen zu geben. Wir haben ihm erzählt, dass wir vorher von jemand anderem gefragt wurden, es dort aber teurer war. Der nette Herr erzählte uns dann, dass es verschiedene Unternehmen sind und die anderen Unternehmen die Preise im Zuge der Steuer angehoben haben – nur ihr Unternehmen hat die Preise so belassen. Wir haben dennoch unser Unbehagen ausgedrückt und dass wir uns etwas schlecht fühlen, wenn wir nun mit seinem Unternehmen fahren würden. Er konnte es verstehen aber meinte dann, dass das jeden Tag passieren würde und wir uns darüber keine weiteren Gedanken machen sollten. Schließlich haben wir eingewilligt und er hat uns eine recht neue Rikscha zur Verfügung gestellt und einen Fahrer gerufen. Er selbst war nur der Manager und meinte, dass die harte Arbeit jüngere machen (er war 28). Wir haben uns noch nett mit ihm unterhalten und er hat uns erzählt, dass er bereits zwei Mal in Deutschland war und am Kölner Dom gewesen ist. Unser Fahrer traf dann ein und hat uns 20150511_124323in Empfang genommen. Nach der Begrüßung wurde ein Foto gemacht und es wurden uns noch mal ein paar Informationen mit auf den Weg gegeben. Bevor es los ging hat der Manager dem Fahrer noch mal mit Nachdruck gesagt, dass er uns an der Post absetzen soll – wahrscheinlich ist ihm da schon mal ein Fehler unterlaufen 😉 Wir haben uns gut mit unserem Fahrer unterhalten können, er studiert japanische Geschichte und ist 24. Als meine Freundin meinte, was denn mit der europäischen Geschichte sei antwortete er, dass die danach dran ist. Ob er das nur so gesagt hat sei mal dahin gestellt, aber er war wirklich super nett. Ich habe mir das immer total anstrengend vorgestellt – aber es wurden kleinere Pausen gemacht, wo er uns etwas zu der Umgebung erzählt und 20150511_125426weitere Fotos gemacht hat. Dennoch sollte man das aber denke ich nicht unterschätzen, irgendwo muss die Kraft ja herkommen. Unterwegs haben wir spaßeshalber gesagt, dass er uns bis nach Shinjuku bringen könnte, um danach mit uns zum Karaoke zu gehen. Er sagte, dass es 3 Stunden dauern und sehr teuer sein würde – und wir doch lieber mit der Bahn fahren sollten. Die 15 Minuten gingen leider sehr schnell rum und er hätte uns noch weiter rumkutschieren können. Schade, dass man für weitere 5 Minuten direkt 1.000 Yen hätte mehr zahlen müssen. Nachdem wir bezahlt hatten verabschiedeten wir uns und wünschten ihm noch einen schönen Tag. Ich habe meine Briefmarken gekauft und die letzten Postkarten abgegeben.

Wir sind danach nach Akihabara gefahren, weil meine Freundin noch mal nach Figuren gucken wollte. Vorher haben wir allerdings etwas gegessen; wo wir uns aber leider den falschen Laden ausgesucht haben. Von außen war er okay und das Essen im Schaufenster sah gut aus, doch drinnen bekamen wir schnell einen anderen Eindruck. Es fing damit an, dass wir wieder an einem Automaten bezahlen und ein Ticket für die Speise ziehen mussten – es hier aber keine englischen Hinweise gab. Wir mussten uns die Zeichen aus dem Schaufenster merken und in der Hoffnung die richtige Taste drücken. Uns wurde ein Tisch zugewiesen, wo wir direkt in die Küche schauen konnten – und diese sah ziemlich versifft aus. Meiner Freundin verging diret der Appetit und ich musste über ihre Kommentare schmunzeln. Ihr Essen kam zuerst und es roch nicht gerade einladend. Sie selbst betitelte es als Hundefutter und ich muss zugeben, dass der Geruch in diese Richtung ging. Sie probierte den Reis und schob die Schüssel direkt weg. 20150511_145142Neugierig habe ich es auch probiert, inklusive des Fleisches. Der Reis hatte einen komischen Beigeschmack von Huhn und das Fleisch war ziemlich weich oder verkocht und hatte einen undefinierbaren Geschmack – ich fand es jetzt aber nicht ganz so schlimm wie sie. Bei meiner Bestellung schmeckte der Reis zum Glück normal und auch den Rest konnte man essen. Ich habe ihr dann etwas von mir abgegeben, dass sie wenigstens ein Bisschen im Magen hat. Das Wasser hat leicht nach Chlor geschmeckt und die Gäste am Nebentisch haben Tee bekommen… Es waren auch keine Ausländer. In diesem Laden hatte ich das erste mal das Gefühl, nicht erwünscht zu sein. Nachdem zumindest ich aufgegessen hatte, haben wir den Laden schnell verlassen und werden ihn mit Sicherheit kein zweites Mal betreten.

20150511_221323Wir sind in ein paar Läden gewesen, wo es Figuren gab – und ich habe ein weiteres Mal zugeschlagen. Es ist wieder Levi aus Attack on Titan geworden, den sich selbst meine Freundin gekauft hätte, obwohl sie den Anime nicht kennt und auch generell die Gesichter nicht schön findet. Es war die letzte Figur und ich habe mich von ihr verleiten lassen – aber bereue absolut nichts 🙂 Auf dem Bild ist er noch leicht eingetütet und ich habe ihn in Polsterfolie gewickelt, damit nichts kaputt geht. Wahrscheinlich werde ich die Figuren im Handgepäck transportieren, dann muss ich kein Päckchen verschicken.

20150511_164213Nachdem sich auch meine 20150511_163049Freundin eine weitere Figur gekauft hat, haben wir ein Butler-Café gesucht. Meine Freundin dachte, dass es dort eins gibt – aber wir haben es 20150511_164339nicht entdeckt. Stattdessen haben wir ein Gundam-Café gefunden, direkt neben dem Café der Band AKB48. Wir haben uns etwas zu trinken bestellt und eine Weile dort verbracht.

Anschließend sind wir nach Shibuya gefahren, weil meine Freundin neue Polsterfolie für ihre Figuren brauchte – und ich direkt auch mal welche gekauft habe. Hier ist irgendwie der einzige Laden, wo wir welche gesehen haben.20150511_174300

Diese große „alle gehen“-Kreuzung finde ich nach wie vor faszinierend und es gibt kleinere Varianten in anderen Stadtteilen.

Wir haben uns die Folie 20150511_182539gekauft und sind dann noch etwas in der Stadt herumgelaufen. Es stand die Überlegung aus, ob wir noch mal Karaoke singen gehen – aber haben es dann irgendwie doch nicht gemacht. Stattdessen haben wir uns wieder einen leckeren Crêpe gekauft (diesmal ohne Schokosoße) und sind zurück nach Shinjuku gefahren, wo wir noch mal essen gegangen sind.

Da morgen Regen angekündigt ist (bisher hatten wir echt Glück mit dem Wetter), werden wir nach Ikebukuro fahren und in das Planetarium gehen. Es soll dort auch ein Aquarium geben, ich bin schon gespannt.

Ich habe übrigens im Internet gesehen, dass es ein Butler-Café in Shibuya gibt – das werden wir definitiv noch besuchen!

Man liest sich ^^/)
Juliane

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4 Kommentare zu “Rikschafahren in Asakusa

  1. Echt coole Berichte! Habe heute erst deine Email gelesen und habe gerade mal alles gelesen was du bis jetzt erlebt hast. Klingt super spannend. Habe alles abonniert und warte gespannt auf Neuigkeiten aus Fernost.

    Gute Zeit noch!
    Beste Grüße
    Sebastian

    Gefällt 1 Person

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